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Maria auf der Francke-Bühne

Nein – es war kein Versehen, dass das Musical „Maria, ein Mädchen aus Nazareth“ nach der Weihnachtszeit aufgeführt wurde. Die darstellenden Schülerinnen und Schüler der August-Hermann-Francke-Schule zeigten mit der Biografie der biblischen Person, dass dieses Leben weit mehr interessante Aspekte zu bieten hat als nur die bekannte Krippenszene.
An zwei Abenden zeigten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 vor vollem Haus, was sie in der Projektwoche zuvor einstudiert hatten. Sowohl die Chorlieder, stimmgewaltig gesungen von 230 Akteuren auf der Bühne, als auch die Solostücke, welche große gesangliche Einzelbegabungen erkennen ließen, beeindruckten die jeweils ca. 500 Zuschauer.

Dargestellt wurde die biblische Geschichte von Maria – das Schicksal einer jungen Frau während der Zeitenwende im römisch besetzten Palästina. Dazwischen zeigten fünf Teenager die Rahmenhandlung: diese lieferte Bezüge zu aktuellen Themen der jungen Darstellerinnen und Darsteller wie Lüge und Verlässlichkeit sowie um Streit und Versöhnung und wie junge Menschen in ihrem Kontext Vertrauen erleben. Zwischen den gespielten gab es getanzte Szenen; Gebärden und Ausdruckstanz wurden unterstützt von effektvollen Sounds und teils dramatischer Lichtstimmung.

Im Musikunterricht hatten die Schülerinnen und Schüler schon seit Wochen Soli, Lieder, Sprechrollen und Tänze eingeübt. Die Vergabe der Rollen geschah im Rahmen eines schulweiten Castings, bei dem Musiklehrerin Eszter Guttmann von Alexander Lombardi unterstützt wurde. Er ist Autor und in dieser Aufführung auch Regisseur des Stücks, dessen Melodien von Gregor Breier komponiert wurden.
In einer Szene, als Maria ihre Situation als zukünftige Mutter des Sohnes Gottes reflektiert, singt sie: „Ewigkeit berührt die Zeit.“ Glaubhaft dargestellt von Anny Goy (Klasse 13 a) und am zweiten Termin von Anne Schmidt (9 b) wurde das Wunder verdeutlicht, dass der Schöpfer der Welt als Baby in der Gestalt eines sterblichen Wesens erscheinen soll. Warum Maria vielen Menschen zum Vorbild im Glauben wurde, zeigte die letzte Zeile dieses Liedes: „Ich bin bereit.“
Eine andere Figur, die viel Beifall erhielt, war der von Karl Bernadeau hervorragend besetzte König Herodes, der fast der Hauptperson die Schau zu stehlen vermochte. Insgesamt, nach viel Begeisterung und Szenenapplaus, wurde bei beiden Aufführungen als Zugabe das Auferstehungslied „Jesus lebt“ gesungen, bevor jeweils ein mitreißender Musical-Abend zu Ende ging.
Schüler hatten klassenübergreifend an einer gemeinsamen Sache begeistert mitgearbeitet und konnten Fähigkeiten, die im regulären Unterricht weniger zur Geltung kommen, auf der Bühne zeigen und eine schöne Bestätigung erfahren.

Hier gibt es viele weitere Bilder.

Auch in der Presse wurde berichtet.

Online-Artikel in der Gießener Zeitung

Gießener Allgemeine Zeitung vom 27.01.2018

Gießener Anzeiger vom 30.01.2018

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