Lesenlernen mit Umi

Wie lernen Kinder am besten Lesen und Schreiben – vor allem auch rechtschriftlich richtig? Unzählige Debatten und Untersuchungen zeigen, dass es viele unterschiedliche Konzepte gibt. Vergleicht man jedoch die Ergebnisse, so zeichnen sich deutliche Erfolge mit der Fibelmethode ab.

Auch an der Francke-Grundschule lernen die Kinder mit Hilfe der Fibel lesen. Die Buchstaben werden nacheinander systematisch eingeführt und damit Wörter und Sätze gebildet. Diese Methode bildet eine wichtige Grundlage für spätere Rechtschreibkenntnisse. Den Rahmen bildet in der Umi-Fibel der Bär Umi, der selbst in die Schule gehen möchte und mit seinen Freunden so allerhand erlebt. Parallel dazu lernen die Kinder in lateinischer Ausgangsschrift die Buchstaben zu schreiben – so werden Druck- und Schreibschrift miteinander vernetzt.

Beim Lesen werden zunächst einzelne Laute zu Silben gebildet und in weiteren Schritten zu Wörtern zusammengezogen. Um sicherzustellen, zu trainieren und zu überprüfen, dass Kinder Buchstaben/Laute/Silben/Wörter wirklich erlesen und nicht gar auswendig gelernt haben, werden im Unterricht auch immer wieder „Quatschwörter“ gelesen. Haben Sie es schon mal erlebt, dass ein Kind, das noch nicht lesen kann, dennoch beim Vorlesen seines Lieblingsbuches den Text auswendig kennt und genau weiß, an welcher Stelle umgeblättert wird? Es ist faszinierend, wie viel sich Kinder auswendig merken können!

Wichtig ist während des ganzen Prozesses, dass sich die Buchstaben-Laut-Zuordnung festigt. Nach einer gewissen Anzahl eingeführter Buchstaben und Laute lernen die Kinder in der Francke-Schule dann die Anlauttabelle kennen, um alle gehörten Laute verschriftlichen zu können (auch Buchstaben, die noch nicht eingeführt werden). So wird die alphabetische Stufe ausgebildet (lautgetreues Schreiben). Die Kinder können somit lautgetreue Wörter richtig verschriftlichen – also Wörter, bei denen man jeden Laut so schreibt, wie man ihn hört (bspw. Oma, lesen). Überprüft wird diese Kompetenz durch wöchentliche Buchstabendiktate, gegen Ende des Schuljahres durch kleine Wörterdiktate.

Beim freien Schreiben gilt es zunächst als richtig, wenn die Kinder auch nicht-lauttreue Wörter lautgetreu geschrieben haben, d.h. wenn jedem Laut ein „richtig gehörter“ Buchstabe zugeordnet wird (bspw. Kint, Fusbal, libe). Es heißt an der AHFS dann Kinderschrift. Wichtig ist nämlich, dass die Kinder Freude am Schreiben entwickeln und Laute richtig hören und verschriftlichen können. Von Anfang an wird den Kindern erklärt, dass es auch eine Erwachsenenschrift gibt, die sie nach und nach erlernen werden. Damit die Kinder schon wissen, wie die Wörter bei den Erwachsenen geschrieben werden (und sich das Schriftbild nicht falsch einprägt), schreibt die Lehrkraft die richtige Schreibweise mit Bleistift über die Kinderschrift. Die Kinder erfahren so, dass es beim Schreiben auch Regeln gibt, die aber erst ab dem 2. Schuljahr dazukommen und im Laufe der Grundschulzeit erlernt werden.

Erst wenn die alphabetische Stufe, die Laut-Buchstaben-Zuordnung, gesichert ist, kann die orthografische Stufe darauf aufbauen (Rechtschreibung). Ab der 2. Klasse wird daher an der Francke-Schule systematisch ein Grundwortschatz aufgebaut (wöchentliche Lernwörter und Diktate), der auf den Empfehlungen des Hessischen Kultusministeriums basiert und mit der FRESCH-Methode erarbeitet wird.
M. Wenig

Was uns am wichtigsten ist:

Beziehungen gestalten – einander wertschätzen
Beziehungen gestalten – einander wertschätzen
Wir investieren viel Zeit in die Pflege unserer Beziehungen, gestalten ein positives Lernklima und schaffen damit die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen.
Begabungen entwickeln - individuell fördern
Begabungen entwickeln - individuell fördern
In einem geborgenen Lernumfeld entdecken wir die individuellen Begabungen durch ein breit gefächertes schulisches Angebot.
Verantwortung übernehmen – sich engagieren
Verantwortung übernehmen – sich engagieren
Unsere Schüler/-innen übernehmen zunehmend Verantwortung. Sie engagieren sich für ihre Mitschüler/-innen, die Schulgemeinschaft und sogar weltweit in Projekten für andere Menschen.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok