Zum „Welttag des Buches“: Darstellendes Spiel an der Francke-Schule
Der aus dem Alemannischen stammende Dichter Johann Peter Hebel stand an einem Schulvormittag ganz im Mittelpunkt bei den Schülerinnen und Schülern der August-Hermann-Francke-Schule. Für den Welttag des Buches war dieser Dichter als Thema ausgewählt worden, um seinen 250. Geburtstag zu ehren. Dies nahmen die Lehrkräfte für das Fach Deutsch zum Anlass, mit ihren Kolleginnen und Kollegen den hierzulande nicht so bekannten badischen Autor, der auch Lehrer und Pfarrer war, vorzustellen. Neben Mundartgedichten und biblischen Geschichten verfasste Hebel so genannte Kalendergeschichten, die sich wegen ihrer Kürze und der unterhaltsamen Schreibweise auch gut für jüngere Schüler eignen.
So erstellten etliche Lerngruppen Drehbücher und Regieanweisungen, um Geschichten von Johann Peter Hebel zu spielen. Gegen Ende des Hebel-Tages waren auch einige Klassen schon so weit, dass sie der Nachbarklasse ihre Version einer erarbeiteten Geschichte vorspielen konnten.
Einigen Klassen wurde von einem Gast das Alemannische, der Dialekt des Johann Peter Hebel, nahe gebracht. Anita Lang, die bei Weil am Rhein geboren und aufgewachsen ist, trug ein Mundartgedicht Hebels vor, in dem er seine Heimat preist und die Besonderheiten einiger alemannischer Orte beschreibt. Dieser oft scherzhaft als „Halskrankheit“ bezeichnete Dialekt amüsierte so manches Kind und half, Heimat und Lebensumstände des Dichters besser zu erfassen.
Auf kreative Art beschäftigten sich andere Schülergruppen mit J. P. Hebel, indem sie Comic-Bilderfolgen zu einzelnen Geschichten malten oder den Inhalt so mancher 200 Jahre alten Erzählung in die heutige Zeit versetzten und eine moderne Adaption verfassten.
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